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JIMMY SUTTON’S FOUR CHARMS (USA)
Jimmy Sutton´s Four Charms Musik ist eine Hommage an die alte amerikanische Musik, gemischt mit neuen Einflüssen. Die Band versucht mit ihrer Energie und ihrem Stil, der von Swing bis zum frühen Rock `n Roll reicht und auch Elemente von Rhythm `n Blues und Jazz enthält, die 40´s und 50´s in die heutige Zeit zurück zu holen. Von 1999 bis 2003 spielten die Four Charms jede Woche ihren authentischen Sound in dem bekannten, historischen Green Mill Jazz Club in Chicago, der in ganz Amerika bekannt ist für exzellenten Rhythm and Blues. Four Charms versuchen mit ihrer Musik die Einzigartigkeit und das Können von Größen wie Tiny Grimes, Merle Travis, The Treniers and Willie Dixon´s Big Three Trio wieder aufleben zu lassen. Sie sind ein vielseitiges Quartett, das mit allen Formen des amerikanischen Root Styles vertraut ist. Die Band ist mit Leidenschaft bei der Sache und hat sich noch nie um aktuelle Trends gekümmert. Die Basiselemente ihres Sounds sind ihre Dynamik, die Harmonien zwischen Gitarre und Saxophon und Kontrabass, der Call-Response-Stil, als Hinweis auf die ursprünglichen Melodien wie z.B. Sherry Flip, Don’t Make Me Beg and Triskaidekaphobia, und ihre eigenen Interpretationen von unbekannterem Material. Die Four Charms sind schon durch ganz Nordamerika, Europa und die Welt getourt und konnten die Bühne bereits mit Legenden wie Jimmy McCracklin, Joe Houston, The Calvanes, The Cleftones, The Teenagers, Billy Lee Riley, Wanda Jackson, and Vernon Taylor teilen. 2001 gewann die Band den Chicago Musicians Award für die beste Rock Perfomrance.
Jimmy Sutton ist schon zweimal für den Illinois besten Baßspieler nominiert worden. Er Tourte bereits mit Ronnie Dawson, Willie „Big Eyes“ Smith, Deke Dickerson und vielen anderen Country und Blues Artisten durch die Welt.
Jimmy Sutton konnte für die Europa Tour den eisigartigen Drummer von Big Sandy verpflichten. Der sein können jede Woche in Las Vegas und ganz Amerika unter beweiß stellt.
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Bericht über Jimmy Sutton
Wer am 06.06.06 nicht heiratete, sondern seinen Weg in die Alte Mälze fand, der erlebte auch, zumindest konzertmäßig, einen Höhepunkt seines Lebens. Jimmy Sutton & und seine Four Charms gaben sich und uns die Ehre. Seit 1998 besteht die Formation und begeistert die Menschen. Allen voran natürlich Jimmy Sutton mit seinem schon ergrauten Haar stellt er doch einen interessanten Kontrast in einer Musikszene, die vor allem durch elivisschwarze Haare glänzt, dar. Am Kontrabass ist er ohne Zweifel eine Koryphäe. Seine wohl einzigartige Slaptechnik ermöglicht es ihm unglaubliche Soli zu spielen ohne dabei die Saiten wie bei einem Bogen zu spannen. Eine Fähigkeit, die so manch anderer Bassist wohl gerne hätte. Zudem benutzt er Darm- statt Stahlsaiten und das will wirklich etwas heißen. Strapaziert er seine Saiten doch nicht auf brachiale Art und Weise um das Äußerste an Klangmöglichkeiten herauszuholen, sondern versucht eher aus subtile Weise sie zum klingen, besser gesagt zum „swingen“, zu bringen. Was ihm auch gelingt. Auch umwickelt er nicht seine Finger um sie zu schonen. Bei seiner Technik und Erfahrung wohl auch unnötig (Zitat: Willie Dixon didn’t tape his fingers, too; wie er lachend sagte). Doch er allein macht nicht die Band aus sondern die exzellente Wahl seiner Mit - Four Charms. An der Gitarre Joel Patterson: Jemand, der sein Instrument ebenfalls beherrscht- was im Übrigen für alle Bandmitglieder gilt- und dessen Wurzeln so tief im Jazz und Blues liegen, daß er selbst aus den abgedroschensten Stücken (Got my Mojo Working) noch etwas herausholen konnte. Dies war am Dienstag Abend aber gar nicht nötig da die es nie soweit kommen ließen zu viel zu covern. Das Gitarrenspiel von Joel Patterson erinnert an Lightning Hopkins- jeder der sich mit den Roots von Rock `n Roll beschäftigt hat, weiß was das heißt. Danach gefragt gibt er zu, daß Lighning Hopkins zu seinen frühesten Einflüssen zählt. So wie es sich anhörte hat er sich konsequent mit der Musik beschäftigt & sie für sich weiter entwickelt ohne sich auf bloßes Nachspielen zu beschränken. Was ihm durchaus mehr als gelungen ist. Am Saxophon glänzte Jonathan Doyle. Er wäre wohl nicht nur bei Bill Hailey’s Comets wilkommen gewesen, sondern auch bei Count Basie, Walter Page oder Big Jay Mc Neely, aus seinem Tenorsax holte er raus was ging und auch aus seinen Lungen. Während der Pause und nach dem Konzert war er jedoch der zurückhaltendste. Was wohl auch an seiner vorherigen Verausgabung lag. Am Schlagzeug konnte Jimmy Bobby Trimble gewinnen. Sonst Schlagzeuger bei Big Sandy (Jeder weitere Kommentar erübrigt sich) zeigte sich von seiner eher jazzigen Seite. Buddy Rich hätte nichts auszusetzen gehabt. Mit dezent im Hintergrund gehaltener Bassdrum aber unheimlich treibendem Rhythmus paßte er sich nicht nur gut ein sondern war ein wichtiger Bestand der Gruppe. Die Voraussetzungen waren also gut für ein großartiges Konzert, was es dann auch wurde. In den zwei Sets à 60 Minuten gab es kaum langsame Nummern. Wenig Coversongs und überhaupt keine Tiefpunkte. Den frühen Rythmn and Blues präsentierte die Band mal swingend dann wieder feurig manchmal auch jazzig. Alles in allem sehr präzise und mit Leidenschaft gespielt. Trotz Erkältung gab Jimmy Sutton alles. Was von dem viel zu wenig zahlreichen Publikum gewürdigt und doppelt wett gemacht wurde. O-ton Jimmy Sutton: Wow! You people sound like more people than you actually are. Deren Begeisterung und lang anhaltender Applaus brachte die Band dann auch noch für weitere Zugaben Bühne. Nach diesem mehr als gelungenen Konzert war die Band dann auch gerne bereit ihre Single zu signieren. Die Stimmung während des Konzertes und in der Pause war durchweg gut, was sowohl and dem Rahmenprogramm von 10`` Inch Wonderboy als auch an dem phantastischen Leistungen der Band lag. Getrost kann man es als ein Konzert der superlative bezeichnen. Da die Band zur Crème de la Crème der Chicagoer Musikszene gehört. Jimmy Sutton und Joel Henderson haben z.B. mit der Blueslegende Honeyboy Edwards oder Waschbrettgenie Rick Sherry zusammen gespielt. Zum Anderen beherrscht jeder der Musiker sein Instrument wirklich, da sie sich nicht damit zufrieden geben wollen einfach bloß wie ein bestimmter Musikstil oder Richtung zu klingen sondern darüber hinaus ihr eigenes Verständinis und ihre Leidenschaft einzubringen. Deswegen kann man auch ohne Schande sagen, daß die klingen wie guter Chicago Blues aus den frühen 50er Jahren. Nur eben in einer modernen, weiterentwickelten Form, ohne dabei zu futuristisch zu sein. Jeder, der sie also diesmal verpaßt hat, sollte die das nächste Mal unbedingt sehen.
Jimmy Sutton und seine Four Charms sind nicht nur ein Muß, sondern auch ein Glücksfall wenn man sie in Regensburg erleben kann ohne dafür den Atlantik überqueren zu müssen.
Mr P.
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