Ray Collins´Hot Club
Der Name Ray Collins’ Hot-Club steht für wilden Rhythm & Blues der späten 40er und frühen 50er Jahre. Das ist genau die Zeit in der sich viele Bands den Weg vom Swing und Blues zum Rock’n’Roll ebneten. Dabei ging es vor allem darum, die Bühne zum wippen und den Tanzsaal zum kochen zu bringen. Mit einem großen Repertoire aus Eigenkompositionen bietet Ray Collins’ Hot-Club nicht nur einen Trip in diese Zeit, in der Elvis Presley noch ein Teenager war und seine Vorbilder das musikalische Geschehen zwischen Harlem und New Orleans bestimmten. Nein, er kreiert vielmehr ein Ereignis, das bis heute noch keiner geschafft hat. Seit gerade mal zwei Jahren tourt der Hot-Club bereits durch ganz Europa.
So gab es namhafte Stationen in Spanien über Italien bis England und Schweden. Dabei ist immer ein Hauch der guten alten Zeit, vor allem aber eine zeitlose Begeisterung für tanzbare Musik mit viel Power durch die Hallen gefegt. Alles Begann mit einer Aufnahmesession. Einige der dort anwesenden Musiker spielten bereits seit Jahren zusammen, z.B. bei Ali Gator And The Greedy Thomson Band, den Pyromannix und diversen Jazzbands. Die anderen Kollegen standen sich bei den Aufnahmen zum ersten Mal gegenüber. Im Grunde haben alle auf unterschiedlichem Wege zu dieser Musik gefunden. So gibt es Mitglieder aus der Rockabilly-Szene, wie Frederik Rosen, der zuvor in Schweden bei Eddie And The Flatheads oder Jack Baymore gespielt hatte, oder Sascha Haack, der bereits in den 80ern bei den Desperados spielte. Hinzu kamen auch Leute, die bis dato mit der Szene nichts anfangen konnten, aber jahrelange Big-Band oder Blues Erfahrungen gesammelt hatten. All diese Einflüsse sollten sich später in den Liedern wieder finden. Ziel war es, Aufnahmen im alten Stil zu machen. Im Gegensatz zum Sound vieler heutiger Bands, in ähnlicher Besetzung, wollte die Band alles Live und in einem großen Raum aufnehmen.
Der Sound sollte einfach nur rau werden. So entstanden in wenigen Tagen und mit wenigen Mikrophonen viele neue Songs im alten Charme. Das Orchestra war geboren und es lag auf der Hand, es auch auf die Bühne zu bringen. Schnell waren die passenden Möglichkeiten gefunden. Der Jive-Promotor Robin Weathersbee zeigte sich begeistert und engagierte die Band für einige Shows in England. Vinyl Japan bekam die Aufnahmen zu hören und man entschied sich, eine Session zu veröffentlichen. Mittlerweile ist die Zahl der Musiker auf ca. zehn angestiegen. Weiterhin gibt es auch regelmäßig Gastmusiker, die gegebenenfalls Teile der Stammbesetzung vertreten. So tauchen bei Live-Konzerten beispielsweise immer mal Leute aus der ehemaligen Big Jay Mc Neely Band auf. Ihre Konzerte finden in ganz unterschiedlichen Rahmen statt. So gibt es z.B. Shows in England bei den A-Bombers, vor einer wilden Horde von Barbaren, aber auch Auftritte wie in der eleganten Hammersmith Town Hall in London, in der das gesamte Publikum im feinen Zwirn erscheint.

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